Eichenthal im Banat

 

 

 

 

Allgemeine Daten

 

Ortsname/n:

         Deutsch: Eichenthal (benannt nach den Eichenwäldern
                            die bei der Ansiedlung
dort,
​                              ab 1894,gerodet werden mussten)

         Offiziell:  Sãlbãgelu-Nou

         Ungarisch: Gyulatelep (nach dem Initiator Dr.Gyula Rosenthal)

         Dialekt-Varianten: Szilváshelytelep

                                 Neu-Silwaschel

                                 Klotzedorf (da viele Eichenklötze
​                                      Jahrzehnte lang

                                      das Dorfbild prägten)

Lage:

         - Land: Rumänien

         - Region Banat, Kreis Karasch-Severin direkt an der Grenze zum
          Kreis Temesch
       
- am östlichsten Rand der Banater Ebene (18 km SÖ von Lugosch 
          und 24 km 
NW von Karansebesch)
      
- das deutschbesiedelte Dorf war nur von rumänischen Ortschaften
          umgeben

         - Bahnhofstation: SACU (Sakul) in 5 km Entfernung von Eichenthal

         - die gesamte Eichenthaler Siedlungs- und Gemarkungsfläche:
          1.680 Joch (ca. 975 ha). 
(1 Joch = 0,58 ha)

         - Gebiet: eine leicht wellige Hochebene mit sanften Tälern

       -  liegt am kleinen Bach Wuna (Vuna)

 

das Dorf:

-  hat eine fast quadratisch - rechteckige Grundform (siehe unten)

-  ca. 160 Hausplätze, aber nur ca. 100 Häuser

-  besteht aus nur vier Straßen: die Vordere, die Mittlere, die Hintere
und die Kreuzgasse (
vorderi , mittleri , hinneri und Kreizgass)

-  hatte aus finanziellen Problemen nie eine eigene Kirche (obwohl
rein katholisch), 
sondern nur ein geräumiges Gebetshaus und
einen Glockenstuhl mit 2 Glocken

-  seelsorgerische Betreuung erfolgte über den Pfarrer aus Ebendorf
(rum. Stiuca,
 
ung. Csukas) oder direkt in der Ebendorfer Kirche
(Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit)

- Schule: - ab Ansiedlung 1894 bis 1909 - deutscher sporadischer Unter- 
                               richt mit unqualifizierten privaten
 „Lehrern“
              - ab 1909 Volksschule mit ungarischer Unterrichtssprache
              - ab 1918 (Anschluss des Banats an Rumänien) – wieder 
                              deutsche Schule

              - in 1968 – Dorfschule wird endgültig aufgelöst mangels Schüler
              - in 1972 – Volksschule für zugewanderte ruthenische Kinder 
                              wird eingerichtet

-  2 Wirtshäuser  –   in der „mittleri-Gass“ Wirtshaus mit Tanzsaal und
                             Kegelbahn

                                 in der „vorderi Gass“ ein Tanzsaal und eine Kegel-
                            bahn

-  einen Kaufladen (Krämerladen, sog. Kooperativa)

-  gute Blaskapelle, Streichorchester, Theater- und Tanzgruppen

-  eine Schmiede, einen Klempner, Schneider, Frisör, Wagnerschmid

-  Hauptbeschäftigung der Bevölkerung: Ackerbau und Viehzucht
    - Anbau von Getreide (40% Weizen, 30% Mais, 25% Hafer,
      Roggen, Gerste)

    - Industriepflanzen: Tabak, Zuckerrüben, Faserpflanzen
    - für den Eigenbedarf: Gemüse-, Obst- und Weinbau


 

 

Skizze mit den Straßen des Dorfes:

 

     Und hier ist die Skizze des Dorfes, so wie es von Anfang an an-
gesiedelt war.

Ich habe mir erlaubt, diese Skizze aus dem Heimatbuch von Herrn

    Petri zu entnehmen, da sie zum Aufbau des Dorfes sehr aufschluss-

    reich ist. Das erspart mir zudem die doppelte Arbeit, eine andere
Skizze aus eigener Erinnerung - und mit Hilfe meiner Mutter neu
anzufertigen. Bei einem Einwand des Erstellers der Tabelle, werde
ich diese natürlich sofort hier heraus nehmen und durch eine selbst
erstellte ersetzen.
Ich hoffe auf Verständnis und danke Herrn Petri auf diesem Weg
.

 

 

Skizze bei Ansiedlung

 (Die Daten entstammen dem Heimatbuch "Eichenthal.Heimat im Banat" von Anton Petri (1994)
und aus
www.genealogienetz.de/reg/ESE/banat_e.htm#eichental)
    

heute, am 5. Mai 2012

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