Ich suchte Zeitzeugen...

 

Meine Mutter befand sich vom 16. Januar 1945 bis
11. Oktober 1948 als volksdeutsche
Kriegsgefangene
 
in dem Arbeitslager "Romanka" bei Krasnodar
im 
Donbassgebiet, einem großen Kohlenrevier
im Nordkaukasus 
der ehemaligen 
Sowjetunion.

Über die Gründe und Hintergründe dazu könnt
Ihr ganz viel in den vorhergehenden Beiträgen

Deportation 1 und besonders in Deportation 2
nachlesen.

Im Nordkaukasus bestanden 12 Lagerverwaltungen,
so auch die Lagerverwaltung von Nr. 148 Krasnodar,
 mit 129 Einzellagern, darunter auch das Arbeitslager
"Romanka" (so 
Wikipedia  ), wo meine Mutter als
17-jährige am Aufbau der Sowjetunion
mitschuften musste.

Übrigens, in der gesamten Sowjetunion gab es
nach dem 2. Weltkrieg ein immenses und gut
organisiertes 
Kriegsgefangenenlagersystem:
15 Wirtschaftsregionen, darunter
12 Regionen mit Gefangenenlagern, d.h.
216 Lagerverwaltungen mit
2.454 Einzelarbeitslagern,
in denen reichsdeutsche aber auch volksdeutsche
(banatschwäbische) Kriegsgefangene unter aller-
schwersten, menschenunwürdigen Bedingungen am
Wiederaufbau der damaligen Sowjetunion (UdSSR)
 zwangseingesetzt waren.

Gemeinsam mit meiner Mutter arbeitete in den
 Kohlengruben von "Romanka" auch eine gewisse Maria
aus dem banatschwäbischen Dorf Bakowa. Meine
Mutter kann sich noch recht gut an sie erinnern:
 "Sie arbeitete mit mir unten im Schacht 9 und zwar
auch als „Zugpferd“ (konohontschik) vor den
Kohlenwaggons (die Loren)." 

Und nun stellt mir meine Mutter die berechtigte
Frage, ob jene Maria wohl noch leben mag. 

Ich begann zu recherchieren und stieß dabei auf
 einen überraschenden Beitrag in "Wikipedia", der
über eine Maria Matzak berichtet. Nun würde ich
gerne mit Frau Matzak oder mit ihren Angehörigen
in Kontakt treten, um mehr über jene Zeit zu erfahren.

Hier ist der Beitrag aus "Wikipedia" dazu, den ich
hier gerne veröffentlichen möchte, in der Hoffnung,
dass mir vielleicht irgend jemand Kontakthinweise zu
 Frau Maria Matzak oder zu ihren Angehörigen
geben kann:

 

 

 

Inzwischen hat es sich aber meine Mutter anders überlegt.
Sie will diese Geschichte ruhen lassen, da sie jene Familie
und ihre Angehörigen nicht unnötig in ungewollte Unruhe
oder alte unangenehme Erinnerungen stürzen möchte.

Ich respektiere auch diesen Wunsch meiner inzwischen
fast 88jährigen Mutter, die mir durch ihre Erzählungen
einen tiefen Einblick in die Fakten und Begebenheiten
jener unrühmlichen und tragischen Nachkriegszeit
gewährt hat. 

Ganz herzlichen Dank für Eure Hilfe,
sagt Euch allen ,

Annala.

​erstellt am 22. November 2014,
aktualisiert am 17.Juli 2015

 

 

 

 

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