Eichenthaler: die Generation meiner Eltern

 

Diese zeige ich Euch auch anhand von Fotos
beginnend mit ihren Lern- und Lehrjahren in Eichenthal.  

Seit der Besiedlung Eichenthals in 1894 wurden 
die Schulkinder ab der 1. bis zur 7. Klasse in ihrer
deutschen Muttersprache unterrichtet.

Lediglich zwischen 1909 und 1918 wurde in Eichenthal,
aufgrund des allgemein gestiegenen Magyarisierungs-
drucks im Banat, Ungarisch als Unterrichtssprache
eingeführt, was natürlich ein großes Ärgernis für das
 banatschwäbische Dorf war. Diese Tatsache konnte
aber bis nach dem Ersten Weltkrieg nicht geändert
 werden, da das Banat zu der Zeit zur k.u.k.
österreichisch-ungarischen Monarchie gehörte.


Hier zuerst eine kurze Aufstellung der Lehrer, die
in Eichenthal mehrere Jahre lang deutschen
Unterricht erteilten:

Mayer Geza von 1919 - 1935/36 (18 Jahre lang)
Grenzner Franz von 1937 - 1941/42 (5 Jahre lang)
Lunguleac, Millich, Rothas von 1944 - 1955 (je 3-4 Jahre lang)
Orner Karl von 1955 - 1962/63 (8 Jahre lang).

Nach den Lehrern Krall, Holatschek und Schuld
wurde seit 1968 kein deutscher Unterricht mehr in
Eichenthal erteilt, da zu wenige Schüler vorhanden.
 Ab 1972 wurde aufgrund der großen Anzahl
zugezogener ruthenischer Schulkinder in
ukrainischer Sprache unterrichtet.

 

Ich beginne meine Geschichte mit den Landsleuten,
die in den Jahren 1928/29 noch die Schulbank drückten.
Ganz oben in der Mitte, da steht mein Peter-Onkel u
nd in der Bildmitte sitzt der damals sehr beliebte
Volksschullehrer Mayer Geza:

Mayer Geza und Peter-Onkel 1928-29

 

Auf dem nächsten Foto aus 1935/ 36 mit dem
gleichen Lehrer, Herrn Mayer Geza, steht meine Mutter
ganz vorne links und ihre Schwester, die Vroni, ganz rechts.

1935/36 Mayer Geza, Gretl v.l. und Vroni v.r.

 

Aus den Jahren 1937/38 stammt dieses Schüler-Lehrer-Foto,
mit dem Grenzner-Lehrer in der Mitte und
meiner Vroni-Tante ganz außen links:

Grenzner-Lehrer 1937-38 u.Vroni li.außen

 

Dieses Foto mit dem Grenzner-Lehrer stammt aus dem
Jahr 1938/39. Meine Mutter steht hier in der dritten
Reihe ganz rechts und sie umarmt von hinten ihre Freundin:

 

Grenzner Franz u Mama um 1938/39

 

Die Eichenthaler Jugend einige Jahre später ...
und Heinrich Schneider bereits mit seinem Akkordeon...

 

 

 

 

 

 

 

Auch diese Kinder gehören zur "Generation Eltern",
hier mal ganz brav und neugierig vor dem "Wertshaus" ...
oder ist es wohl auf dem Schulhof?


 

Und das hier ist die "Generation Eltern" einige Jahre später...
Es ist unsere, auch meine Elterngeneration, obwohl meine
Familie ab 1960 nicht mehr in Eichenthal wohnte, sondern
bereits in die Bergland-Stadt Reschitz umgezogen war.
Unter den meisten mir hier bekannten Gesichtern erkenne
ich auch meine "Goodl" (=Taufpatin), die Stemper Anna,
die zweite von vorne rechts, die auch unsere Nachbarin
in der Mitterschgass' war.

 

 

Vergessen habe ich die Eichenthaler danach jedoch nicht!
 

Auf einer nächsten Seite geht's mit meiner Generation weiter...

 

Bis denn!

sagt Euch's Annala,

​heute, am 17. November 2012

 

 

 

 

 

 

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