Heinrich Schneider
(*10.12.1923 - 26.04.2000) 

Über unseren Eichenthaler Landsmann, Heinrich Schneider, habe
ich schon einige Seiten hier geschrieben. Dies alles könnt Ihr
durch einen Klick auf die unterstrichenen Stellen nachlesen.

(Zurück zu diesem Text lommt man übrigens immer über
die Rückwärtstaste
ganz oben links im Menü am Monitor. yes)

Hier möchte ich Euch nur den Beitrag zugänglich machen, den
ich am 16.11.2017 in der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA
 erstellt, und somit allen Lesern zugänglich und für alle 
Zeiten veröffentlicht habe.

Dabei geht mein herzlicher Dank an Erika, der Tochter von
 Heinrich Schneider, die mir volle Unterstützung und die
Genehmigung zur Veröffentlichung des Artikels gab. Und
bis zu seiner Veröffentlichung und Akzeptanz seitens von
WIKIPEDIA hat Erika richtig mit mir mitgefiebert und
mir vollstes Vertrauen und Kraft geschenkt. 

Und nicht nur das! Erika ließ mir auch alte private Fotos
 von ihrem Vater und ihrer Familie zukommen, von denen
 ich hier auch einige veröffentlichen werde, da sie sehr
wertvoll und interessant sind und uns recht viel von der
 dörflichen Eichenthaler Atmosphäre spüren lassen.
 DANKE Dir nochmals, liebe Erika Schneider!

Doch hier zuerst mein Beitrag auf WIKIPEDIA, und
zusätzlich gespickt mit paar Fotos, die dort nicht
erscheinen.

 

Heinrich Schneider (Musiker)
aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopädie

Das ist der direkte Link zu WIKIPEDIA:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Schneider_(Musiker)#Biographie


 

Heinrich Schneider (*10.12.1923 - 26.04.2000)

Heinrich Schneider, geboren am 10. Dezember 1923 in
Sălbăgelu Nou (deutsch Eichenthal), Königreich Rumänien;
gestorben am
26. April 2000 in Stutensee-Blankenloch,  
war ein deutscher
Musiker, Komponist, Liedschreiber
und Kapellmeister.

Heinrich Schneider war Angehöriger der Volksgruppe der
 Banater Schwaben, einer deutschsprachigen Minderheit
in Rumänien. Verheiratet war er seit 1952  mit der
Eichenthalerin Susanne, geborene Wolf (1935–2016).

Aus dieser Ehe entstammen zwei Kinder: Sohn Helmuth
Schneider (1952–2015), selber Musiker und Komponist,
und Tochter Erika (* 1954).

Heinrich Schneider erlernte nach der siebenjährigen
Volksschule in Eichenthal den Beruf eines Schreiners
und übte diesen in seiner Schreinerei in Eichenthal aus.

Heinrich Schneider erlernte das Akkordeonspiel in
der Grundschule bei Geza Mayer (Lehrer in Eichenthal
1919–1935) und wurde 1937 Mitglied im Streichorchester
für Schüler und Jugendliche, gegründet 1937 von Franz
Grenzner (Lehrer in Eichenthal 1937–1941). Für das
Streichorchester transponierte Heinrich Schneider
einige Tänze und Märsche von der einheimischen Blas-
Kapelle und übernahm das Schreiben der Noten.

1939 trat er als Bläser der B-Klarinette der Eichenthaler
Blasmusikkapelle unter der Leitung von Josef Altmann
bei, der diese Kapelle 1926 ins Leben gerufen hatte.

Während des Zweiten Weltkrieges fielen neben anderen
auch zwei Eichenthaler Flügelhornisten, wovon er einen in
 der recht gut etablierten zwölf Mann starken dörflichen
Blasmusikkapelle ersetzte.

Die folgenschweren Ereignisse des Weltkrieges
- menschliche Verluste durch Kriegshandlungen,
Verschleppung, Inhaftierung bzw. Gefangenschaft,
Abwanderung, beginnende sozialistische Umgestaltungen
im Dorf - führten zur Beendigung der Tätigkeiten des
Eichenthaler Streichorchesters.

Im Juli 1943 wurde Heinrich Schneider neben weiteren
zwanzig Eichenthaler Männern zur deutschen Armee
eingezogen, wo er in der militärischen Musikformation
aktiv war. Nach einer Lagerhaft kehrte er 1946 in sein
Heimatdorf zurück.

    Vom 25. Februar 1947 bis 17. Juni 1947 leistete er
gemeinsam mit anderen Eichenthalern Zwangsarbeit
in der Kohlenzeche von Anina.

Danach gründete Heinrich Schneider ein kleines Unter-
haltungsorchester bestehend aus einer Stammformation
von sechs jüngeren im Dorf verbliebenen Musikanten, mit
denen er als Kapellmeister und Komponist bald Erfolge
 verbuchen konnte. Seine Stammformation bestand aus
Saxophon, Akkordeon, Trompete, Posaune, Schlagzeug,
Klarinette und Helikon und war bis 1960 über die Dorf-
grenzen hinaus im ganzen Banat gefragt. Das Repertoire
bestand aus Walzern, Ländlern, Polkas, aber auch aus
Foxtrott und Tango sowie moderner Tanzmusik.

Am 24. April 1963 und am 13. Februar 1964 erfolgten
Tonaufnahmen beim deutschen Radiosender in Temeswar.
Kurz darauf erschien eine Schallplatte, auf der die
„Eichenthaler Musikanten“ mit der Sauerkraut-Polka
zu hören waren.

Heinrich Schneider begann schon in jungen Jahren selbst
zu komponieren, ohne jedoch Musik studiert zu haben.
Seine wohl berühmteste Text- und Musikkomposition,
der Walzer Eichenthaler Heimatgruß, wurde bald zur
Hymne aller Eichenthaler. Darin beschreibt er seine
Sehnsucht nach seinem Heimatdorf und nach der
namensgebenden alten Eiche. Der Refrain des fünf-
strophigen Liedes lautet:

 „Sei du gegrüßt, du meine Heimat, 
Du schönes Eichenthal, ich grüß‘ dich tausendmal 
Aus weiter Ferne, tausend Sterne und der Mondenschein,
 die alle sollen Boten meiner Grüße sein“.

Weitere seiner Kompositionen sind:
"Eichenthaler Musikanten Marsch",
"Fern der Heimat",
  "Heidenschwaben Musikantenmarsch",
"Schwabenmädel",

"Schwowebu"
(in Eichenthaler Dialekt),
  und viele mehr.

Im Jahr 1967 zog Heinrich Schneider mit seiner Familie
 nach Timisoara (Temeswar), in den Stadtteil Mehala, wo
er als Schreiner in einem Staatsbetrieb tätig war.

Da einige seiner Stammmusiker in verschiedene Banater
 Ortschaften oder ins Ausland abgewandert waren, wurde
die Zusammenarbeit in seinem Blasmusikorchester immer
 schwieriger, bis es sich 1970 auflöste.

Sein musikalisches Wissen hatte Heinrich Schneider
 frühzeitig an Eichenthaler Kinder und auch an seinen Sohn
Helmuth weitergegeben. Sein Sohn setzte nach seinem
 Musikstudium an der Musikhochschule von Temeswar die
 musikalische Tätigkeit des Blasmusikkapellmeisters ab
 1969 bis 1977 am Deutsches Staatstheater Temeswar
und später in Deutschland fort.

Im Dezember 1972 ging Heinrich Schneider nach Stutensee
bei Karlsruhe, wohin 1977 auch seine Familie übersiedelte.
Hier war er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1989 bei
der Firma Metz Feuerwehrtechnik Karlsruhe tätig.

Der Musik und besonders dem Akkordeonspielen widmete
er sich nur noch im familiären Umfeld oder ehrenamtlich
für die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Eichenthal, für
die er gemeinsam mit seinem Sohn Helmuth bei den alle
zwei Jahre in Asbach-Bäumenheim stattfindenden
Heimattreffen spielte.

Beim 100-jährigen Gründungsjubiläum von Eichenthal im
 Jahre 1994 überreichte ihm Bürgermeister Eichhorn der
 Gemeinde Asbach-Bäumenheim eine Ehrenurkunde für
 seine langjährige ehrenamtliche Unterstützung der
HOG Eichenthal.

Bürgermeister Eichhorn ehrt Heinrich Schneider

Am 26. April 2000 erlag Heinrich Schneider zu Hause einem
  Herzinfarkt. Er wurde in Stutensee-Blankenloch beigesetzt.

Wir alle trauern um unseren großartigen Landsmann.
Möge er in ewigem Frieden ruhen. 

Trauriger Gruß auch von mir,
Annala,

heute am 4. Dezember 2017

 

 

FOTOS aus Heinrich Schneiders Leben:

 

die elterliche Familie Lorenz Schneider

 

die elterliche Familie Lorenz Schneider

 

     
                Heinrich Schneider                                      Schwester Katharina Schneider

 


  
                  Familie Wolf                                  die Schwestern Maria und Susanne Wolf

 

      
            Susanne Wolf                                            Susanne Wolf und Heinrich Schneider

 

  
Fam. Heinrich Schneider mit Frau und Kindern Erika und Helmuth


 
links im Bild: Heinrich Schneider und Tochter Erika - 1960

 

  

 

     
 Heinrich Schneider und Wiesenblumen         Heinrich Schneider und sein Akkordeon




Heinrich Schneider ... am 21. Oktober 1945


 




in fröhlicher Runde

 

 

 
die Stammformation der Blaskapelle; 

und hier die Foto-Rückseite zur Erläuterung:






die Eichenthaler Blaskapelle in Lindenfeld (in den 1960er Jahren); 

und hier die Foto-Rückseite zur Erläuterung:

 

 

 

Übungspause ...

 

 
zum Andenken an einen Besuch aus Deutschland in der alten Heimat 1964...


 
an der Straßenkreuzung vor der Grundschule in Eichenthal 1965...

 

 

 

 

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