Frühe Siedlungszüge ins Banat vor den 3 großen Schwabenzügen

 

   (Die Daten entstammen dem Heimatbuch "Eichenthal.Heimat im Banat" von Anton Petri (1994),

   aus "Wikipedia", und aus www.genealogienetz.de/reg/ESE/banat_e.htm#eichental)

 

  Die Wiener Krone und der ungarische Adel des  Königreiches Ungarn 
  riefen im 18. Jahrhundert nach deutschen Siedlern und zwar:
 

    1. nach Berufssoldaten, um sich gegen das Aufflackern von Aufständen

    abzusichern und um verlässliche Stützpunkte zu schaffen

2. nach Handwerkern zum Bau von Kasernen, Befestigungen und
    öffentlichen 
Gebäuden

3. nach bäuerlichen Siedlern zur Bestellung des verwüsteten Landes

4. nach Beamten und Kaufleuten zum Beleben des Handels 
    (denen wurden bei Ansiedlung 2 Freijahre versprochen)

5. nach Bergleuten aus Tirol, der Steiermark, dem Königreich Sachsen,
   und Böhmen und Mähren (Länder der Böhmischen Krone)
   (denen versprach man die Befreiung vom Militärdienst)

 

  - Erste deutsche  Siedler werden ins verwüstete Sathmarer Land
hauptsächlich aus Oberschwaben gebracht,

    z.B. nach Bildegg / Beltiug (1730), Großcarol /Carei (1724),

    Petrifeld / Petresti (1738), Schinal/ Urziceni (1714).

 

  - in Buchenwald, ein Gebiet im Nordosten Rumäniens, werden in
1712 die Orte Zirtz (
Zirc) und in
 1714 Oßlipp (Osslopp) von
Deutschen besiedelt

 

  -  in der "Schwäbischen Türkei" fing die Ansiedlung der Deutschen aus

     Franken und Hessen schon 1722 an z.B. in Belje (Béllye), Darda,

     Fünfkirchen (Pécs), Sechshard (Szekszárd), Báta

 

 - im Banater Bergland wurden Bergleute aus österreichischen Gebieten

    angesiedelt, die Banater Berglanddeutschen

 So wurden nach und nach folgende 6 Siedlungsgebiete im Südosten
 
Europas besiedelt:

 1. Südwestliches Gebirge Ungarns (zwischen Raab, Donau und Balaton)

    – Zentrum war Ofen-Pest

 2. „die Schwäbische Türkei“ (zwischen Balaton, Donau und Drau)

    – Zentrum war Fünfkirchen (Pécs)

 3.  Slawonien und Syrmien (zwischen Sawa, Drau und Donau)

    – Zentrum war Esseg

 4. die Batschka (zwischen Donau und Theiß)

    – Zentrum war Neusatz (Novi-Sad)

 5. das Sathmarer Gebiet (nördliche Tiefebene) mit Sathmarer Schwaben   

   – Zentren waren Sathmar und Großkarol oder Nagykároly (Carei)

 6. das Banat (im Südwesten Rumäniens)

    – Zentrum war Temeschburg oder Temesvár (Timișoara)

 
 

Woher kamen diese Siedler?


 Sie kamen ins Banat in drei Auswanderungswellen aus allen Ländern

 des süd- und westdeutschen Sprachraumes:


  1.      Deutsche, als größte Einwanderungsgruppe,

         aus der Pfalz, Schwaben, Rhein- und MainfrankenBayern, vom
    
 Schwarzwald im damaligen Königreich Württemberg, aus dem
    
Saarland, dem Mosel-Eifelgebiet,  
  

2.      aus Elsass, Lothringen

3.      aus der belgischen Provinz Luxemburg

4.      zahlreiche Siedler aus den Alpenländern Italien und Südtirol

5.      aus Böhmen und der Zips

6.      und auch aus Spanien (kaisertreue Spanier)

7.      katholische Bulgaren

8.      Armenier und Albaner

 

  Einige Siedlergruppen aus Italien, Frankreich und Spanien hatten
  Probleme mit den klimatischen Bedingungen im Banat und die meisten

  verließen das Land bald wieder.

 

heute, am 4. Mai 2012

 

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