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Bethaus und Glocken


Eine richtige Kirche gab's in Eichenthal nie, obwohl
alle seine Bewohner gute Katholiken waren, aber auch
anderen Religionen tolerant gegenüberstanden.
Der Bau war zwar immer geplant gewesen, aber aus
finanzieller Notlage nie zustande gekommen.
Dafür gab es jedoch ein geräumiges Bethaus,
das immer gut besucht war.


Ich kann mich heute noch gut und gern an unseren
Demele-Pfarrer erinnern, der so schöne Messen hielt;
und an die Kegelbahn, die mein Vater regelmäßig
nach oder während der Kirchmesse besuchte.

 

 

           

Dieses ehemalige Bethaus gibt's heute nicht mehr.
Die "neue" ruthenische Dorfbevölkerung aus dem
ukrainischen Norden Rumäniens - wir nannten sie
die "Russniake" - haben hier ein neues
baptistisches Bethaus eröffnet.

 

 
 

Das obige Foto habe ich nicht selbst geknipst, sondern
es mir geben lassen. Ich bitte den mir unbekannten
Inhaber des Fotos jetzt schon um Verständnis dafür,
dass ich seines nutze. Ich tue es nur, um den
Unterschied darzustellen, kann aber bei einem
nächsten Besuch in Eichenthal dieses Foto durch
ein eigenhändig geknipstes ersetzen.


Glockengeläute gab's aber schon immer in Eichenthal.
An zentraler Stelle, an der Gassenkreuzung stand
ein Glockenstuhl mit zwei Glocken. Dieser steht
immer noch an der gleichen Stelle wie in 1960,
als meine Eltern das Dorf verließen, hat 
aber heute nur noch eine einzige Glocke.

Damals läutete um 6, 12 und 18 Uhr noch die
große Glocke darin. Sie läutete zum Gottesdienst,
zu Sonn- und Feiertagen, während die kleine für
die Verstorbenen läutete oder das zweite Mal
zum Gottesdienst rief.

 

   

                        früher                         heute (2005)


Übrigens, in Asbach-Bäumenheim leben recht viele
ehemalige Eichenthaler. Und dort, wenn wir unsere
​Kerweih gemeinsam mit den Bäumenheimern feiern,
​gedenken wir jedesmal unserer verstorbenen
Eichenthaler Landsleute, wobei im Hintergrund
immer das altvertraute Glockengeläute des

Eichenthaler Glockenstuhls erklingt.

Darüber hab ich aber weitere Beiträge verfasst,
die Ihr gerne auf anderen Seiten lesen könnt.

Grüße bis zum nächsten Mal,

tes Annala,

heut', am 2. Mai 2012

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